Die Heimatgruppe
„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“ – Goethe
Wir sind eine kleine Gruppe Geschichtsinteressierter innerhalb des Kneipp- und Heimatvereins Buckow (Märkische Schweiz) e.V. Uns verbindet die Leidenschaft für unsere Heimat Buckow – ihre einzigartige Landschaft, Natur, ihre Menschen und ihre Kultur. Wir wollen mehr über das historisch Gewordene erfahren und uns selbst in der Geschichte wiederfinden. Dabei ist uns die besondere Schönheit des Ortes, der Charakter der Stadt und die Eigenart seiner Bewohner, Privileg und Verpflichtung zugleich, diese Geschichte lebendig zu halten.
Bereits der flüchtige Besucher erkennt die Schönheit und Einzigartigkeit von Buckow und seiner Landschaft. Ganz gleich von welcher Anhöhe aus der Blick in den Talkessel fällt – von überall weiß sich das urwüchsige kleine Städtchen, eingebettet und durchzogen von Hügeln, Wäldern und Seen, malerisch in Szene zu setzen und neue Perspektiven zu bieten – diese, um mit Fontane zu sprechen, „ländliche Schönheit, die mit nacktem Fuß in den See tritt und unter Weidenzweigen ihr Haar flicht“.

Wie oft schon hat der Einheimische – und der Besucher gleichermaßen – die besondere Anziehungskraft dieser „Perle der Mark“ gespürt – der Schermützelsee mit seiner lockenden Farbigkeit, die anregenden Kontraste der Buckower Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen und einem Mosaik schönster baulicher Variation, welches von Ackerbürgerhaus, über Umgebindefachwerk, Heimatstil bis Gründerzeit-Villa in schönster eklektischer Bäderarchitektur reicht; oder die von Anhöhen Seiten gut sichtbare, vergleichsweise mächtige Stadtkirche mit ihrem markanten neugotischen Turmhelm.
Und dann die ganz besondere Buckower Stadtkultur mit ihrer Gastlichkeit, die sich auf der einen Seite familiär-beständig und traditionsbewusst gibt, auf der anderen Seite aber als ausgesprochen weltoffen und kosmopolitisch weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist. Ein spezifisches Nebeneinander von Lokalpatriotismus und geistiger Weite. Ein nur scheinbarer Gegensatz, der sich in Buckow zu einem harmonischem Ganzen verbindet und dem öffentlichen Leben seit jeher seinen besonderen Charme verliehen hat.

In Buckow schrieb Bertolt Brecht seine berühmten Elegien (1953), Heinz Rühmann drehte seinen Film Sophienlund (1943), und Operettenkomponist Paul Lincke spielte manches mal zum Tanz auf. In Buckow im Lande Lebus – der Perle der Mark – ging der ermüdete Großstädter auf „Sommerfrische“ und tat etwas für seine Gesundheit, ohne dabei Kulinarik und Kultur missen zu müssen. Und das ist bis heute so geblieben: jüngst darf sich der Kneipp-Kurort mit dem Prädikat Heilbad schmücken und damit wieder an die Buckower Bad-Tradition der 20er und 30er Jahren anknüpfen. Frei mit Goethe, und nicht ohne Stolz, kann der Buckower von sich sagen: „Ich bin Weltbewohner, bin Buckower.“

Unser Anliegen als Heimatverein ist es, Exponate aus der Vergangenheit zu sammeln und ein Bild des Buckower Lebens – damals wie heute – zu zeichnen. Erinnerungen, Anekdoten, Briefe, Zeitungsartikel, Alltagsgegenstände, besondere Fundstücke: Sie geben uns Zeugnis von alltäglichen Begebenheiten, von politischen und gesellschaftlichen Umständen– sie erzählen uns Buckower Geschichte(n): Geschichten von Menschen, die lebten, liebten, und litten; die Zeiten wirtschaftlicher und kultureller Blüte erlebten, die aber auch mit manchen Widrigkeiten kämpfen mussten: mit verheerenden Feuersbrünsten, drückenden Abgaben an die Grundherrschaft, politischen und ökonomischen Umbrüchen, und nicht zuletzt mit weltgeschichtlicher Umwälzung, die auch in Buckow bleibende Einschnitte hinterlassen hat. Auch das muss Teil der eigenen Geschichtsschreibung sein: die Gründe für fatale gesellschaftliche Entwicklungen offen legen und daraus für die Gegenwart lernen.
In der Heimatstube im historischen Bahnhof zeigt der Heimatverein in einer Dauerausstellung die Buckower Geschichte, beginnend mit der Slawenzeit und der deutschen Ost-Besiedlung, über die mittelalterlich-feudale Gesellschaft, das Adelsgeschlecht derer zu Fleming, über den Hopfenbau, die Rosenzucht und touristische Erschließung Buckows im 19. Jahrhundert, dann die beiden Weltkriege, Zwischenkriegszeit, Drittes Reich, DDR und Entstehung des Kneippkurortes der Gegenwart. Wir zeigen Ihnen Exponate, Fotosammlungen und Modelle, veranschaulichen das Leben der Handwerker und Bauern, präsentieren Ihnen Buckower Gastlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart, und zeigen Ihnen die Entwicklung des Buckower Vereinslebens.
Publizistisch hat sich der Heimatverein u.a. schon mit folgenden Themen beschäftigt:
Handwerk und Gewerbe in Buckow
Buckower Gastlichkeit
Hotellerie am Marktplatz
Das Buckower Schloss
Buckow 1945
Wintersport in Buckow
Buckow im Film
Buckower Wassergeschichte
Karowsche Vordermühle
Buckower Dreiecksrennen
Die Schauspielerin Margarethe Kupfer
Arno Mohr und Bertolt Brecht
Das sowjetische Ehrenmal
Viele der Themen wurden in der Kolumne Buckower Geschichte(n) in den Buckower Nachrichten erstveröffentlicht. Eine Übersicht über Öffentlichkeitsarbeit und Veröffentlichungen gibt es hier.
Außerdem betreibt der Heimatverein Denkmalpflege. So wurde in jüngster Vergangenheit eine Gedenktafel zu Ehren des Hopfenkönigs Joseph Jacob Flatau (1812-1887) errichtet.
Unser Ortschronist Heinz Reincke hat über mehrere Jahrzehnte ein umfangreiches Bilder- und Postkartenarchiv aufgebaut, welches die Heimatgruppen für ihre Nachforschungen und Publikationen benutzt.
Eine kleine Galerie




Sie wollen noch mehr historische Fotografien von Buckow und seiner Umgebung bewundern?
Unsere Heimatstube im Historischen Bahnhof begrüßt Sie saisonal mit einer Dauerausstellung von April bis September, jeweils samstags von 11.00 bis 16.00 Uhr. Wir freuen uns auf Sie.

