Vereinsgeschichte

Kurze Vereinsgeschichte

Die Ursprünge des Vereins liegen in der Wende- und Wiedervereinigungszeit. 1991 initiierten einige engagierte Buckower Bürger den Tourismus- und Heimatverein Märkische Schweiz e.V. mit dem Ziel, die ältere und jüngere Stadtgeschichte zu dokumentieren und das lokale Brauchtum trotz politischer und ökonomischer Umstrukturierung lebendig zu halten.

In diese Zeit fiel auch der Beschluss der nach der Wiedervereinigung ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung, Buckow als Kneipp-Kurort zu entwickeln. Die reich gegliederte Buckower Landschaft im Naturpark Märkische Schweiz (Gründung 1990) mit ihren Mischwäldern, Fließgewässern und Seen bot eine gute Ausgangslage für den Aufbau eines professionellen Kurbetriebs entsprechend den Kriterien des Brandenburgischen Kurortgesetzes und den Vorgaben, Empfehlungen und Hinweisen diverser Institutionen, so des Deutschen Heilbäderverbands und des Verbands Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte. An die bestehende Gesundheitsinfrastruktur konnte dabei gezielt angeknüpft werden.

Ziel war die Entwicklung und Umsetzung eines örtlichen Gesamtkonzepts, das auf den fünf Säulen der Kneipp-Therapie basiert. Dafür waren neben dem Ausbau der kommunalen Infrastruktur (Park- und Ruheflächen, Wassertretstellen, Arm- und Badestellen sowie weitere Außenanlagen) die Zusammenarbeit mit örtlichen Gesundheitspartnern und -einrichtungen erforderlich – insbesondere für ambulante und stationäre Therapieangebote, Beratung, medizinische Qualifizierung und Präventionsmodule sowie Beherbergung, Kulinarik und Kulturangebote. Auch ehrenamtliches Engagement war von Anfang an unerlässlich für die Umsetzung des Konzepts.

Der Tourismus- und Heimatverein, ab 1995 dann Kneipp- und Heimatverein Märkische Schweiz, entwickelte sich neben der Touristinformation zu einer wichtigen Koordinationsstelle und wurde aktiver Mitgestalter der kurörtlichen Entwicklung. So hat der Verein die erste Kneipp-Kita Brandenburgs, die Buckower Kita „Helene Weigel“, maßgeblich mitentwickelt und den Zertifizierungsprozess fachlich und organisatorisch unterstützt. Zudem war der Verein in die Entwicklung der Kneipp-Schule „Bertolt Brecht“ eingebunden und hat die Mutter-Kind-Klinik „Waldfrieden“ sowie das Evangelische Seniorenzentrum bei der Zertifizierung als Kneipp-Einrichtung begleitet.

Der Verein kann als Mitglied des Kneipp-Bunds Bad Wörishofen und des Landesverbands Berlin-Brandenburg auf ein großes fachliches Netzwerk zurückgreifen und medizinische Aus- und Weiterbildungen vermitteln. Regelmäßig im Verein stattfindende Sport-, Koch- und Backkurse, Spaziergänge und Lehrformate sind fester Bestandteil der Buckower „Kneippkompetenz“.

Im Jahr 2003 erlangte Buckow als erste Brandenburger Stadt das Prädikat des Kneipp-Kurorts. Dieses Prädikat konnte über die nächsten Jahre erfolgreich verteidigt werden. Inzwischen verfügt der Kneipp-Kurort Buckow über ein breites Angebotsspektrum von Gesundheitstourismus über Info-Veranstaltungen und Workshops bis zur ambulanten Bade-Kneippkur.

2014 wurde durch die Stadtverordnetenversammlung die Weiterentwicklung des Kurorts zum Kneipp-Heilbad beschlossen und entsprechend den Anforderungen des Kurortgesetzes entwickelt. 2026 wurde dieser mehr als ein Jahrzehnt andauernde Prozess mit der Verleihung des Prädikats „Kneipp-Heilbad“ erfolgreich abgeschlossen.

Seit 2020 führt der Verein den Namen „Kneipp- und Heimatverein Buckow (Märkische Schweiz) e.V.“

Seit dem 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp im Jahr 2021 betreibt der Kneipp-Verein den Kneipp-Erlebnisgarten am Bahnhof in enger Kooperation mit dem Museumsbahnverein Buckower Kleinbahn. Im Kneipp-Garten werden die fünf Elemente der Kneippschen Gesundheitslehre dargestellt.